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Standort
Sonnig bis leicht halbschattig, luftig
Boden
Tiefgründig, locker, sandig-humos und steinfrei; kein frischer Mist
Gießen
Bis zur Keimung gleichmäßig feucht halten, danach mäßig und durchdringend
Aussaat
März bis Anfang Juni direkt ins Beet
Ernte
Juni bis November
Winterhart
Bedingt; Lagersorten vertragen leichten Frost, vor starkem Frost ernten

Standort und Boden

Karotten wachsen am besten in einem tiefgründigen, lockeren und steinfreien Boden. In schweren oder verdichteten Böden werden die Rüben krumm oder verzweigt. Abhilfe schaffen Sand und reifer Kompost, ein Anbau auf Dämmen oder ein Hochbeet.

Frischer Mist und stark stickstoffhaltige Dünger sind tabu, denn sie fördern verzweigte Rüben. Ideal ist ein Beet, auf dem im Vorjahr Starkzehrer wie Kohl standen. Ein luftiger Standort macht es der Möhrenfliege schwerer.

Aussaat

Karotten werden direkt ins Beet gesät, frühe Sorten ab März, Lagersorten bis Anfang Juni. Die Samen 1 bis 2 cm tief in Rillen mit 20 bis 25 cm Abstand legen und gut andrücken.

Die Keimung dauert zwei bis vier Wochen, in dieser Zeit muss der Boden gleichmäßig feucht bleiben. Säen Sie einige Radieschensamen mit in die Reihe: Sie keimen schnell und markieren die Reihen, sodass Sie früh hacken können. Saatbänder ersparen das spätere Vereinzeln.

Vereinzeln und Pflege

Sind die Sämlinge etwa 5 cm hoch, werden sie auf 3 bis 5 cm Abstand vereinzelt, sonst bleiben die Rüben dünn. Vereinzeln Sie am besten abends oder bei bedecktem Himmel und drücken Sie die Erde danach wieder an, damit der Duft keine Möhrenfliegen anlockt.

Halten Sie das Beet unkrautfrei, denn junge Karotten wachsen langsam und werden leicht überwuchert. Später genügt durchdringendes Gießen bei Trockenheit. Ungleichmäßige Wasserversorgung führt zu aufgeplatzten Rüben.

Ernte und Lagerung

Frühe Sorten sind nach zehn bis vierzehn Wochen erntereif, also ab Juni. Lagersorten bleiben bis Oktober oder November im Beet. Lockern Sie den Boden mit einer Grabgabel, bevor Sie die Rüben am Laub herausziehen.

Für die Lagerung das Laub abdrehen, ohne den Rübenkopf zu verletzen, und nur unbeschädigte Rüben verwenden. In einer Kiste mit feuchtem Sand halten sich Karotten bei 1 bis 5 °C bis ins Frühjahr.

Häufige Probleme

Der wichtigste Schädling ist die Möhrenfliege, deren Maden braune Gänge in die Rüben fressen. Ein engmaschiges Kulturschutznetz, direkt nach der Aussaat aufgelegt und am Rand gut abgedichtet, hält sie zuverlässig fern. Mischkultur mit Zwiebeln oder Lauch kann den Befall zusätzlich verringern.

Junge Keimlinge werden gern von Schnecken abgefressen. Wühlmäuse fressen im Herbst und Winter an den Rüben, deshalb Lagersorten rechtzeitig ernten.

Häufige Fragen zu Karotte

Warum keimen meine Karotten nicht?

Karotten brauchen zwei bis vier Wochen zur Keimung und reagieren in dieser Zeit empfindlich auf Trockenheit. Auch zu tiefe Aussaat, eine verkrustete Bodenoberfläche oder altes Saatgut sind häufige Ursachen. Halten Sie das Saatbeet gleichmäßig feucht, etwa mit einem aufgelegten Vlies.

Warum werden Karotten beinig?

Verzweigte Rüben entstehen in verdichteten, steinigen Böden oder nach einer Düngung mit frischem Mist. Auch eine verletzte Wurzelspitze beim Vereinzeln kann dazu führen. Lockerer, sandig-humoser Boden ergibt gerade Karotten.

Wie hält man die Möhrenfliege fern?

Am zuverlässigsten ist ein engmaschiges Kulturschutznetz, das direkt nach der Aussaat über das Beet gespannt und am Rand gut abgedichtet wird. Luftige Standorte und Mischkultur mit Zwiebeln verringern den Befall zusätzlich.

Wie lagert man Karotten über den Winter?

Ungewaschene, unverletzte Karotten ohne Laub in Kisten mit feuchtem Sand schichten und kühl bei 1 bis 5 °C aufbewahren. So halten sie sich mehrere Monate. Im Kühlschrank bleiben sie in einem Beutel einige Wochen frisch.