- Standort
- Vollsonnig, warm und trocken
- Boden
- Durchlässig, mager und gern kalkhaltig; keine Staunässe
- Gießen
- Sparsam; nur bei langer Trockenheit und im Topf regelmäßig
- Pflanzzeit
- April bis Mai
- Blüte
- Juni bis August
- Winterhart
- Echter Lavendel ja; Schopflavendel nicht
Standort und Sorten
Lavendel stammt aus kargen Lagen des Mittelmeerraums und braucht volle Sonne, Wärme und einen durchlässigen, eher mageren Boden. Kalk verträgt er gut, Staunässe gar nicht. Schwere Lehmböden lockern Sie mit Sand oder Splitt auf.
Für Gärten in Mitteleuropa eignet sich vor allem der Echte Lavendel (Lavandula angustifolia), der zuverlässig winterhart ist. Lavandin (Lavandula × intermedia) wird größer und duftet intensiver, ist aber etwas frostempfindlicher. Schopflavendel ist nicht winterhart und wird als Kübelpflanze gehalten.
Pflanzen
Die beste Pflanzzeit ist im April und Mai, damit die Pflanzen bis zum Winter gut einwurzeln. Der Pflanzabstand beträgt 30 bis 40 cm, für eine dichte Lavendelhecke 25 bis 30 cm.
Düngen Sie Lavendel beim Pflanzen nicht und auch später kaum. Zu viele Nährstoffe machen die Pflanzen weich, kurzlebig und frostempfindlicher. Im Topf verwenden Sie Kräutererde mit einem Anteil Sand und eine Drainageschicht.
Gießen
Ausgepflanzter Lavendel braucht nach dem Einwurzeln kaum Wasser und kommt mit Trockenheit gut zurecht. Gießen Sie nur in den ersten Wochen nach der Pflanzung und bei sehr langer Dürre.
Im Topf gießen Sie, sobald die oberste Erdschicht trocken ist. Überschüssiges Wasser muss ablaufen können, denn Wasser im Untersetzer führt schnell zu Wurzelfäule.
Schneiden
Ohne Schnitt verholzt Lavendel von unten und fällt auseinander. Bewährt hat sich die Drittel-Zwei-Drittel-Regel: Nach der Blüte im Juli oder August werden die verblühten Stiele um etwa ein Drittel gekürzt. Im Frühjahr, wenn keine starken Fröste mehr drohen, schneidet man die Pflanze um etwa zwei Drittel zurück.
Schneiden Sie dabei nie ins alte, kahle Holz, denn dort treibt Lavendel nicht mehr aus. Es sollten immer einige belaubte Triebstücke stehen bleiben.
Ernte und Probleme
Für Duftsäckchen und Tee werden die Blütenstiele geerntet, wenn sich die ersten Blüten öffnen, dann ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten. Bündeln Sie die Stiele und trocknen Sie sie kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort.
Lavendel ist robust und wird kaum von Schädlingen befallen. Die häufigste Todesursache ist Staunässe, vor allem im Winter. Stark verholzte, vergreiste Pflanzen lassen sich kaum verjüngen und werden besser durch junge ersetzt.
Häufige Fragen zu Lavendel
Wann schneidet man Lavendel?
Zweimal im Jahr: nach der Blüte im Sommer um etwa ein Drittel und im Frühjahr, wenn keine starken Fröste mehr drohen, um etwa zwei Drittel. Schneiden Sie dabei nie ins alte, kahle Holz.
Ist Lavendel winterhart?
Echter Lavendel ist in Mitteleuropa winterhart, sofern der Boden durchlässig ist und keine Nässe steht. Lavandin ist etwas empfindlicher, Schopflavendel ist nicht winterhart und sollte hell und kühl im Haus überwintern.
Warum wird mein Lavendel braun?
Meist sind nasse Füße die Ursache, besonders im Winter oder im Topf ohne Wasserabzug. Auch ein Schnitt ins alte Holz oder Überdüngung lassen Lavendel kümmern. Ein sonniger, durchlässiger Standort beugt vor.
Wann erntet man Lavendel?
Am besten, wenn sich die ersten Blüten an den Ähren öffnen, an einem sonnigen Vormittag. Dann ist das Aroma am intensivsten. Die Stiele bündeln und kopfüber trocknen.
