Zum Inhalt springen
Standort
Sonnig bis schattig; Halbschatten ideal
Boden
Humos, durchlässig, gern kalkhaltig; keine Staunässe
Gießen
Bei Trockenheit durchdringend, im Kübel regelmäßig, auch im Winter an frostfreien Tagen
Pflanzzeit
März bis Mai oder August bis Oktober
Blüte
März bis April, unscheinbar
Winterhart
Ja

Standort und Boden

Buchsbaum ist ein immergrüner, langsam wachsender Strauch, der in der Sonne ebenso gedeiht wie im Schatten. Am wohlsten fühlt er sich im Halbschatten auf humosem, gut durchlässigem und eher kalkhaltigem Boden.

Alle Pflanzenteile sind giftig für Menschen und Haustiere. Tragen Sie beim Schneiden größerer Mengen Handschuhe und lassen Sie Schnittgut nicht herumliegen.

Pflanzen

Gepflanzt wird im Frühjahr oder von August bis Oktober. Für niedrige Beeteinfassungen setzt man bei kleinen Pflanzen etwa 8 bis 10 Stück pro Meter, für höhere Hecken entsprechend weniger.

Stellen Sie die Pflanzen vor dem Setzen in einen Eimer Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Nach dem Pflanzen gründlich angießen und in den ersten Wochen feucht halten.

Schneiden

Buchsbaum verträgt Schnitt sehr gut. Der Hauptschnitt erfolgt im Mai oder Juni nach dem ersten Austrieb, ein zweiter Formschnitt kann im August folgen. Nach Anfang September nicht mehr schneiden, da neue Triebe sonst vor dem Winter nicht mehr ausreifen.

Schneiden Sie an einem bedeckten Tag, denn frisch angeschnittene Blätter verbrennen in praller Sonne leicht. Für exakte Kugeln helfen Schablonen. Saubere, scharfe Scheren beugen Pilzinfektionen vor.

Gießen und Düngen

Buchsbaum braucht bei längerer Trockenheit durchdringende Wassergaben. Im Kübel gießen Sie regelmäßig, auch im Winter an frostfreien Tagen, denn immergrüne Pflanzen verdunsten ständig Wasser.

Gedüngt wird im Frühjahr mit Kompost oder einem organischen Langzeitdünger, ab August nicht mehr. Gelbliche Verfärbungen deuten oft auf Trockenheit oder Nährstoffmangel hin.

Buchsbaumzünsler

Der Buchsbaumzünsler ist der gefährlichste Schädling. Seine grünen Raupen mit schwarzem Kopf fressen ab dem Frühjahr Blätter und Rinde und hinterlassen Gespinste im Inneren der Pflanze. Kontrollieren Sie ab April regelmäßig, indem Sie die Zweige auseinanderbiegen. Pheromonfallen zeigen an, wann die Falter fliegen.

Bei Befall die Raupen absammeln oder mit einem kräftigen Wasserstrahl herausspülen, dabei eine Folie unterlegen. Biologische Mittel auf Basis von Bacillus thuringiensis wirken gut gegen junge Raupen und schonen viele Nützlinge. Da der Zünsler mehrere Generationen im Jahr bildet, sind wiederholte Kontrollen nötig.

Weitere Probleme und Alternativen

Braune Flecken auf den Blättern, starker Laubfall und schwarze Streifen an den Trieben deuten auf das Buchsbaumtriebsterben hin, eine Pilzkrankheit. Befallene Triebe großzügig herausschneiden und im Restmüll entsorgen. Spinnmilben verursachen bei Trockenheit fein gesprenkelte, helle Blätter.

Wer den Kampf gegen Zünsler und Pilze leid ist, findet gute Alternativen: Japanische Stechpalme (Ilex crenata), Eibe (ebenfalls giftig) oder niedrig wachsender Liguster lassen sich ähnlich in Form schneiden.

Häufige Fragen zu Buchsbaum

Wann schneidet man Buchsbaum?

Der Hauptschnitt erfolgt im Mai oder Juni nach dem ersten Austrieb, ein zweiter Formschnitt im August ist möglich. Nach Anfang September nicht mehr schneiden und an bedeckten Tagen arbeiten, damit die Blätter nicht verbrennen.

Wie erkenne ich den Buchsbaumzünsler?

Typisch sind grüne Raupen mit schwarzem Kopf, feine Gespinste und Kotkrümel im Inneren der Pflanze sowie abgefressene, später braune Stellen. Biegen Sie die Zweige ab April regelmäßig auseinander, denn der Befall beginnt meist innen.

Was hilft biologisch gegen den Buchsbaumzünsler?

Absammeln, Ausspritzen mit einem harten Wasserstrahl und Mittel mit Bacillus thuringiensis sind die wichtigsten biologischen Methoden. Behandeln Sie bei warmem Wetter und wiederholen Sie die Maßnahmen bei jeder neuen Raupengeneration.

Ist Buchsbaum giftig?

Ja, alle Pflanzenteile enthalten Alkaloide und sind für Menschen und Haustiere giftig. Schnittgut sollte daher nicht herumliegen, und Kinder sollten keine Blätter in den Mund nehmen.