So erkennst du es
Auf der Blattoberseite erscheinen zuerst feine, helle Sprenkel, später werden die Blätter gelblich bis silbrig grau und vertrocknen. An Blattachseln und Triebspitzen sind oft feine, spinnwebartige Gespinste zu sehen. Die nur etwa einen halben Millimeter großen Milben sitzen auf der Blattunterseite und sind meist erst mit einer Lupe gut zu erkennen.
Ursache
Spinnmilben lieben warme, trockene Luft und vermehren sich unter diesen Bedingungen sehr schnell. Besonders gefährdet sind Zimmerpflanzen während der Heizperiode, Pflanzen im Gewächshaus sowie Kübel an heißen Hauswänden. Durch Trockenheit gestresste Pflanzen werden stärker befallen.
Was hilft – Schritt für Schritt
- 1Befallene Pflanzen gründlich abbrausen, vor allem die Blattunterseiten; Zimmerpflanzen dafür in die Dusche stellen.
- 2Zimmerpflanzen nach dem Abduschen für zwei bis drei Tage mit einer durchsichtigen Plastiktüte überziehen, die hohe Luftfeuchtigkeit setzt den Milben zu. Danach wieder lüften.
- 3Stark befallene Triebe und Blätter abschneiden und entsorgen.
- 4Im Gewächshaus, Wintergarten oder in der Wohnung Raubmilben (Phytoseiulus persimilis) ausbringen; sie brauchen Temperaturen ab etwa 20 °C und nicht zu trockene Luft.
- 5Bei hartnäckigem Befall Präparate auf Basis von Rapsöl oder Kaliseife einsetzen, die für den Haus- und Kleingarten bzw. für Zimmerpflanzen zugelassen sind, und die Behandlung nach Anleitung wiederholen.
Vorbeugen
- Für ausreichende Luftfeuchtigkeit sorgen, Zimmerpflanzen nicht direkt über die Heizung stellen.
- Pflanzen regelmäßig abbrausen und die Blattunterseiten kontrollieren.
- Im Gewächshaus regelmäßig lüften und an heißen Tagen die Wege befeuchten.
- Gleichmäßig gießen, damit die Pflanzen nicht unter Trockenstress leiden.
Hinweis: Pflanzenschutzmittel nur verwenden, wenn sie für den Haus- und Kleingarten zugelassen sind, und die Gebrauchsanweisung beachten.
