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Standort
Sonnig und offen
Boden
Locker, humos und leicht sauer bis neutral; keine Staunässe
Gießen
Mäßig; ab der Blüte bei Trockenheit durchdringend gießen
Pflanzzeit
April bis Anfang Mai, wenn der Boden etwa 8 °C warm ist
Blüte
Juni bis Juli
Ernte
Frühkartoffeln ab Mitte Juni, Lagerkartoffeln September bis Oktober
Winterhart
Nein, Kraut und Knollen sind frostempfindlich

Standort und Boden

Kartoffeln brauchen einen sonnigen Platz und einen lockeren, tiefgründigen Boden, in dem sich die Knollen gut entwickeln können. Schwere, nasse Böden fördern Fäulnis. Ideal ist ein humoser, leicht saurer bis neutraler Boden.

Im Herbst oder zeitigen Frühjahr drei bis vier Liter Kompost pro Quadratmeter einarbeiten. Kalken ist meist nicht nötig und kann den Kartoffelschorf an den Knollen fördern. Halten Sie eine Anbaupause von drei bis vier Jahren ein und setzen Sie Kartoffeln nicht nach Tomaten.

Vorkeimen und Pflanzen

Vorgekeimte Kartoffeln wachsen schneller und können etwa zwei Wochen früher geerntet werden. Legen Sie die Pflanzkartoffeln ab Anfang März vier bis sechs Wochen lang hell und kühl bei 10 bis 15 °C aus, zum Beispiel in Eierkartons. Es sollen kurze, kräftige, grüne Keime entstehen.

Gepflanzt wird von April bis Anfang Mai, sobald der Boden etwa 8 °C erreicht. Die Knollen kommen 8 bis 10 cm tief in die Erde, mit 30 bis 35 cm Abstand in der Reihe und 60 bis 70 cm zwischen den Reihen. Bei Spätfrostgefahr schützt ein Vlies die austreibenden Pflanzen.

Anhäufeln und Pflege

Sind die Triebe 15 bis 20 cm hoch, wird Erde von den Seiten an die Pflanzen gezogen, sodass ein Damm entsteht. Das lockert den Boden, unterdrückt Unkraut und schützt die Knollen vor Licht. Nach zwei bis drei Wochen wird das Anhäufeln wiederholt.

Gegossen wird nur bei anhaltender Trockenheit, dann aber durchdringend, besonders ab der Blüte, wenn die Knollen wachsen. Auf einem gut mit Kompost versorgten Boden ist zusätzliches Düngen meist nicht nötig.

Ernte und Lagerung

Frühe Sorten können ab Mitte Juni geerntet werden. Graben Sie probeweise eine Pflanze aus und prüfen Sie die Knollengröße. Frühkartoffeln haben eine dünne Schale und sind nur kurz haltbar. Lagerkartoffeln erntet man im September und Oktober, zwei bis drei Wochen nachdem das Kraut abgestorben ist, denn dann ist die Schale fest.

Gelagert wird dunkel, kühl und luftig bei 4 bis 8 °C, etwa in einer Holzkiste im Keller. Licht lässt die Knollen ergrünen, Wärme regt das Keimen an. Grüne Stellen und Keime enthalten giftiges Solanin und müssen großzügig weggeschnitten werden.

Häufige Probleme

Die Kraut- und Braunfäule zeigt sich ab Juni bei feuchtem Wetter durch braune Flecken auf den Blättern, die rasch das ganze Kraut erfassen. Früh reifende Sorten, vorgekeimte Knollen und ausreichender Reihenabstand verringern das Risiko. Befallenes Kraut abschneiden und entsorgen, damit die Krankheit nicht auf die Knollen übergeht.

Kartoffelkäfer und ihre roten Larven werden regelmäßig abgesammelt, die gelben Eigelege an den Blattunterseiten zerdrückt. Wühlmäuse und Drahtwürmer fressen Gänge in die Knollen. Hier hilft vor allem eine rechtzeitige Ernte.

Häufige Fragen zu Kartoffel

Wann Kartoffeln pflanzen?

Kartoffeln werden von Anfang April bis Anfang Mai gepflanzt, sobald sich der Boden auf etwa 8 °C erwärmt hat. In milden Lagen können vorgekeimte Frühkartoffeln schon Ende März unter Vlies in die Erde. In zu kaltem Boden faulen die Knollen leicht.

Wann sind Kartoffeln erntereif?

Lagerkartoffeln sind reif, wenn das Kraut abgestorben ist und sich die Schale nicht mehr mit dem Daumen abreiben lässt. Frühkartoffeln erntet man ab Mitte Juni nach Bedarf, sie sind aber nur kurz lagerfähig.

Sind grüne Kartoffeln giftig?

Grüne Stellen enthalten vermehrt Solanin, das in größeren Mengen Übelkeit und Magenbeschwerden verursachen kann. Schneiden Sie grüne Stellen und Keime großzügig weg und verwenden Sie stark ergrünte Knollen nicht. Anhäufeln und dunkle Lagerung verhindern das Ergrünen.

Warum muss man Kartoffeln anhäufeln?

Durch das Anhäufeln bleiben die Knollen im Dunkeln und werden nicht grün. Außerdem lockert es den Boden, unterdrückt Unkraut und schafft mehr Raum für die Knollenbildung.