So erkennst du es
Die 1 bis 3 mm kleinen grünen, schwarzen oder rötlichen Insekten sitzen in dichten Kolonien an Triebspitzen, Knospen und Blattunterseiten. Befallene Blätter kräuseln oder rollen sich ein, junge Triebe wachsen verkrüppelt. Typisch ist ein klebriger Belag (Honigtau), auf dem sich später schwarzer Rußtau bildet. Viele Ameisen an einer Pflanze sind oft ein erster Hinweis.
Ursache
Blattläuse saugen Pflanzensaft und vermehren sich im Frühjahr ohne Befruchtung extrem schnell, sodass aus wenigen Tieren in kurzer Zeit große Kolonien werden. Begünstigt wird der Befall durch zu viel Stickstoffdünger, der weiches, saftiges Gewebe erzeugt, sowie durch warmes, trockenes Wetter. Ameisen melken die Läuse wegen des Honigtaus und halten Fressfeinde fern.
Was hilft – Schritt für Schritt
- 1Leichten Befall mit den Fingern abstreifen oder stark befallene Triebspitzen abschneiden und im Restmüll entsorgen.
- 2Robuste Pflanzen mit einem kräftigen Wasserstrahl abspritzen, dabei besonders die Blattunterseiten treffen; nach einigen Tagen wiederholen.
- 3Schmierseifenlösung ansetzen: etwa 15 bis 20 g reine Schmierseife ohne Duft- und Zusatzstoffe in 1 Liter warmem Wasser lösen, abkühlen lassen und die Läuse gründlich benetzen. Nicht in praller Sonne sprühen und die Behandlung nach 3 bis 5 Tagen wiederholen.
- 4Nützlinge arbeiten lassen: Marienkäfer, Florfliegen, Schwebfliegen und Ohrwürmer fressen große Mengen Blattläuse. Im Gewächshaus oder Wintergarten können Florfliegenlarven oder Schlupfwespen gezielt ausgebracht werden.
- 5Ameisenstraßen am Stamm oder Topf unterbrechen, damit die Nützlinge nicht vertrieben werden.
- 6Nur bei sehr starkem Befall auf Präparate auf Basis von Kaliseife oder Rapsöl zurückgreifen, die für den Haus- und Kleingarten zugelassen sind, und die Gebrauchsanweisung genau einhalten.
Vorbeugen
- Sparsam und ausgewogen düngen, vor allem mit wenig Stickstoff.
- Nützlinge fördern: blühende Kräuter und Wildblumen pflanzen und mit Holzwolle gefüllte Tontöpfe als Ohrwurmquartier aufhängen.
- Ab dem Frühjahr regelmäßig Triebspitzen und Blattunterseiten kontrollieren, damit ein Befall früh auffällt.
- Pflanzen nicht zu dicht setzen und an einen passenden Standort pflanzen, gestresste Pflanzen werden eher befallen.
Hinweis: Pflanzenschutzmittel nur verwenden, wenn sie für den Haus- und Kleingarten zugelassen sind, und die Gebrauchsanweisung beachten.
