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Standort
Hell, ohne direkte Mittagssonne; 18 bis 25 °C
Boden
Grobes Orchideensubstrat aus Rinde, gern in einem durchsichtigen Topf
Gießen
Etwa einmal pro Woche 10 bis 15 Minuten tauchen, gut abtropfen lassen
Blüte
Mehrere Monate lang, oft ein- bis zweimal im Jahr
Winterhart
Nein; Zimmerpflanze, nicht dauerhaft unter etwa 16 °C

Standort

Die im Handel häufigste Orchidee ist die Schmetterlingsorchidee (Phalaenopsis). Sie wächst in der Natur als Aufsitzerpflanze auf Bäumen und mag es hell, aber ohne direkte Mittagssonne. Ein Ost- oder Westfenster ist ideal, am Südfenster schützt eine Gardine vor Sonnenbrand.

Die Temperatur sollte tagsüber bei 18 bis 25 °C liegen. Zugluft und Stellplätze direkt über der Heizung vertragen Orchideen schlecht.

Gießen

Orchideen werden am besten getaucht statt gegossen. Stellen Sie den Topf etwa einmal pro Woche für 10 bis 15 Minuten in zimmerwarmes, möglichst kalkarmes Wasser und lassen Sie ihn danach gründlich abtropfen. Im Winter reicht oft ein Abstand von zehn bis vierzehn Tagen.

Die Wurzeln zeigen, wann Wasser nötig ist: Silbrig-grau bedeutet trocken, kräftig grün bedeutet feucht. Achten Sie darauf, dass kein Wasser in den Blattachseln oder im Herz der Pflanze stehen bleibt, sonst droht Fäulnis.

Substrat und Umtopfen

Normale Blumenerde ist für Orchideen ungeeignet, weil die Wurzeln Luft brauchen. Verwenden Sie grobes Orchideensubstrat aus Pinienrinde. Durchsichtige Töpfe lassen Licht an die Wurzeln und erleichtern die Kontrolle.

Umgetopft wird alle zwei bis drei Jahre nach der Blüte, wenn das Substrat zerfallen ist. Entfernen Sie dabei abgestorbene, hohle oder matschige Wurzeln mit einer sauberen Schere. Der neue Topf sollte nur wenig größer sein.

Düngen und Wiederblüte

Während des Wachstums wird alle zwei bis drei Wochen mit Orchideendünger in schwacher Dosierung gedüngt, am einfachsten mit dem Tauchwasser. Gedüngt wird nur auf feuchtes Substrat.

Für eine neue Blüte braucht die Phalaenopsis einen Reiz: Einige Wochen lang etwas kühlere Nächte um 16 °C, etwa im Herbst an einem kühlen Fenster, regen die Bildung neuer Blütenrispen an. Nach dem Verblühen kann der Stiel über dem zweiten oder dritten Knoten abgeschnitten werden, dort treibt oft eine neue Rispe aus. Vertrocknete Stiele werden ganz entfernt.

Häufige Probleme

Schlaffe, faltige Blätter entstehen sowohl durch Wassermangel als auch durch verfaulte Wurzeln nach Staunässe. Prüfen Sie daher zuerst die Wurzeln. Gelbe untere Blätter fallen gelegentlich ganz natürlich ab.

Weiße, wattige Beläge in den Blattachseln stammen von Woll- oder Schmierläusen, die man mit einem in Spiritus getränkten Wattestäbchen entfernt. Bei trockener Luft treten Spinnmilben auf. Fallen Knospen vor dem Aufblühen ab, war die Pflanze meist Zugluft, einem Standortwechsel oder dem Reifegas von nahem Obst ausgesetzt.

Häufige Fragen zu Orchidee

Wie oft muss man Orchideen gießen?

Meist genügt es, die Orchidee einmal pro Woche für 10 bis 15 Minuten zu tauchen und gut abtropfen zu lassen, im Winter seltener. Sind die Wurzeln noch kräftig grün, braucht sie noch kein Wasser.

Warum blüht meine Orchidee nicht mehr?

Häufig fehlt der Temperaturreiz: Einige Wochen mit Nachttemperaturen um 16 °C regen die Bildung neuer Blütenrispen an. Auch zu wenig Licht oder fehlender Dünger verhindern die Blüte.

Wo schneidet man den Blütenstiel der Orchidee ab?

Bei der Phalaenopsis kann der verblühte Stiel über dem zweiten oder dritten Knoten von unten gekürzt werden, dort entsteht oft eine neue Rispe. Ist der Stiel braun und vertrocknet, wird er knapp über dem Blattansatz entfernt.

Was tun mit Luftwurzeln bei Orchideen?

Luftwurzeln sind bei Orchideen ganz normal und versorgen die Pflanze mit Wasser und Nährstoffen. Lassen Sie gesunde Luftwurzeln dran und schneiden Sie nur vertrocknete oder hohle Wurzeln ab.