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Standort
Sonnig bis halbschattig
Boden
Humos, nährstoffreich und gleichmäßig feucht
Gießen
Regelmäßig, die Erde nicht austrocknen lassen
Aussaat
März bis Mai im Freien, ab Februar im Haus; Dunkelkeimer
Pflanzzeit
März bis September
Blüte
Mai bis Juli
Ernte
März bis Oktober
Winterhart
Ja; zieht im Winter ein und treibt im Frühjahr neu aus

Standort und Boden

Schnittlauch ist eine ausdauernde, winterharte Staude, die viele Jahre am selben Platz wächst. Er gedeiht in der Sonne und im Halbschatten, solange der Boden humos, nährstoffreich und gleichmäßig feucht ist.

Im Beet ist er ein guter Nachbar für Karotten und Erdbeeren. Auch im Balkonkasten oder Topf wächst er gut, wenn er regelmäßig gegossen wird.

Aussaat und Pflanzung

Ausgesät wird von März bis Mai ins Freie oder ab Februar im Haus. Schnittlauch ist ein Dunkelkeimer, die Samen werden etwa 1 cm tief mit Erde bedeckt. Bei 18 bis 20 °C keimen sie nach rund zwei Wochen.

Schneller geht es mit vorgezogenen Pflanzen aus der Gärtnerei. Setzen Sie mehrere Pflänzchen als Horst zusammen, mit etwa 20 bis 25 cm Abstand zum nächsten Horst.

Schneiden und Ernten

Geerntet wird von März bis Oktober. Schneiden Sie die Halme 3 bis 5 cm über dem Boden ab, immer ganze Büschel statt einzelner Spitzen. So treibt der Schnittlauch rasch und kräftig nach.

Die lila Blüten sind essbar und hübsch im Salat. Blühende Halme werden aber hart, deshalb schneidet man den Horst nach der Blüte zurück. Wer vor allem zarte Halme möchte, entfernt die Knospen frühzeitig.

Teilen und Pflege

Alle drei bis vier Jahre lässt die Wuchskraft nach. Graben Sie den Horst im Frühjahr aus, teilen Sie ihn mit einem Spaten in mehrere Stücke und pflanzen Sie diese neu ein. Das verjüngt die Pflanzen.

Im Frühjahr freut sich Schnittlauch über eine Gabe Kompost. Nach mehreren Ernteschnitten hilft etwas organischer Dünger oder verdünnte Brennnesseljauche beim Nachwachsen.

Schnittlauch im Winter

Im Winter zieht Schnittlauch ein. Wer trotzdem ernten möchte, gräbt im Spätherbst ein Stück des Horstes aus, setzt es in einen Topf und lässt es einige Wochen draußen Frost abbekommen. Danach im Haus an ein helles Fenster stellen, nach wenigen Wochen kann geerntet werden.

Auch Einfrieren funktioniert gut: fein geschnitten in einer Dose bleibt das Aroma weitgehend erhalten. Getrockneter Schnittlauch verliert dagegen viel Geschmack.

Häufige Probleme

Gelbe Halmspitzen weisen meist auf Trockenheit, Nährstoffmangel oder einen überalterten Horst hin. Teilen, Düngen und regelmäßiges Gießen helfen meist schnell.

Blattläuse sitzen gelegentlich an den Halmen und lassen sich abspülen. Gelborange Pusteln deuten auf Rost hin, befallene Halme bodennah abschneiden. Feine Fraßgänge in den Halmen stammen von der Lauchminierfliege, gegen die ein Kulturschutznetz im Frühjahr und Herbst schützt.

Häufige Fragen zu Schnittlauch

Wie schneidet man Schnittlauch richtig?

Schneiden Sie ganze Büschel etwa 3 bis 5 cm über dem Boden ab, statt nur die Spitzen zu kappen. So wächst der Schnittlauch gleichmäßig und kräftig nach.

Kann man Schnittlauch nach der Blüte noch essen?

Die Blüten selbst sind essbar und schmecken mild nach Zwiebel, die Blütenstängel sind jedoch hart. Schneiden Sie den Horst nach der Blüte zurück, dann treiben bald wieder zarte Halme nach.

Warum wird Schnittlauch gelb?

Häufig sind Trockenheit, Nährstoffmangel oder ein zu alter, dichter Horst schuld. Gießen Sie regelmäßig, geben Sie etwas Kompost und teilen Sie ältere Pflanzen im Frühjahr. Im Topf hilft frische Erde.