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Standort
Sonnig, warm und luftig
Boden
Tiefgründig, durchlässig und humos; keine Staunässe
Gießen
Junge Bäume bei Trockenheit durchdringend, ältere nur bei langer Dürre
Pflanzzeit
Oktober bis November oder März; Containerware fast ganzjährig
Blüte
April
Ernte
Süßkirschen Juni bis Juli, Sauerkirschen Juli bis Anfang August
Winterhart
Ja; die frühe Blüte ist durch Spätfrost gefährdet

Süß- oder Sauerkirsche

Süßkirschen werden auf Sämlingsunterlage zu großen Bäumen von 8 bis 10 m Höhe und mehr. Für Hausgärten gibt es schwach wachsende Unterlagen wie GiSelA 5, auf denen die Bäume etwa 3 bis 4 m hoch bleiben. Die meisten Süßkirschen brauchen eine passende Befruchtersorte, einige Sorten wie 'Lapins' oder 'Sunburst' sind selbstfruchtbar.

Sauerkirschen bleiben kleiner und sind meist selbstfruchtbar, ein einzelner Baum trägt also zuverlässig. Die bekannteste Sorte ist die 'Schattenmorelle', die auch im Halbschatten noch trägt, aber anfällig für Monilia ist.

Standort und Pflanzung

Kirschen lieben Sonne, Wärme und einen tiefgründigen, gut durchlässigen Boden. Staunässe führt zu Gummifluss und Wurzelschäden. Da sie schon im April blühen, sind Lagen mit häufigem Spätfrost ungünstig.

Gepflanzt wird von Oktober bis November oder im März. Das Pflanzloch doppelt so groß wie den Wurzelballen ausheben, die Veredelungsstelle bleibt über dem Boden. Ein Stützpfahl hält den jungen Baum in den ersten Jahren gerade.

Schneiden

Kirschbäume werden am besten im Sommer direkt nach der Ernte geschnitten. Die Wunden verheilen dann schnell, und das Risiko für Gummifluss und Pilzinfektionen sinkt. Entfernen Sie steile Konkurrenztriebe, nach innen wachsende Äste und abgetragenes Holz.

Bei Sauerkirschen wie der 'Schattenmorelle', die vor allem an einjährigen Trieben fruchten, werden abgetragene, herabhängende Triebe auf einen jungen Seitentrieb zurückgeschnitten. Sonst verkahlen die Äste und tragen nur noch an den Spitzen.

Ernte

Süßkirschen reifen je nach Sorte von Juni bis Juli, Sauerkirschen meist im Juli. Gepflückt wird mit Stiel, so halten die Früchte länger. Kirschen reifen nach der Ernte nicht nach.

Vögel, besonders Stare und Amseln, ernten gern mit. Bei kleinen Bäumen schützt ein Netz, das rechtzeitig vor dem Ausfärben der Früchte aufgelegt wird.

Häufige Probleme

Maden in Süßkirschen stammen meist von der Kirschfruchtfliege. Früh reifende Sorten, gelbe Leimtafeln zur Kontrolle und ein vollständiges Abernten helfen. Dazu kommt die Kirschessigfliege, die vor allem späte Sorten befällt. Engmaschige Netze und zügiges Ernten sind hier die wirksamsten Maßnahmen.

Verdorrte Triebspitzen kurz nach der Blüte deuten auf Monilia-Spitzendürre hin. Schneiden Sie befallene Triebe bis weit ins gesunde Holz zurück. Die Schwarze Kirschenblattlaus rollt die Blätter an den Triebspitzen ein, wird aber meist von Nützlingen in Schach gehalten.

Häufige Fragen zu Kirschbaum

Wann schneidet man Kirschbäume?

Am besten im Sommer direkt nach der Ernte. Die Schnittwunden schließen sich dann rasch, und das Risiko für Gummifluss und Pilzinfektionen ist geringer als beim Winterschnitt.

Warum sind meine Kirschen madig?

Bei frühen und mittelfrühen Süßkirschen ist meist die Kirschfruchtfliege verantwortlich, bei späten Sorten und Sauerkirschen zunehmend die Kirschessigfliege. Vollständiges Abernten, das Entfernen befallener Früchte und engmaschige Netze sind die wirksamsten Gegenmaßnahmen.

Braucht ein Kirschbaum einen Befruchter?

Die meisten Süßkirschen brauchen eine passende zweite Sorte in der Nähe, die zur gleichen Zeit blüht, es gibt aber auch selbstfruchtbare Sorten. Sauerkirschen sind überwiegend selbstfruchtbar und tragen auch allein.

Was tun bei Gummifluss am Kirschbaum?

Gummifluss ist eine Reaktion auf Verletzungen, Frostrisse, Staunässe oder Pilzbefall. Verbessern Sie wenn möglich den Standort, vermeiden Sie große Schnittwunden im Winter und schneiden Sie stark betroffene Äste bis ins gesunde Holz zurück.