So erkennst du es
Reifende Früchte bekommen weiche, eingesunkene Stellen mit winzigen Einstichlöchern, fallen in sich zusammen und riechen säuerlich. Im Fruchtfleisch finden sich kleine weiße Maden. Die Fliege ist nur 2 bis 3 mm groß und hat rote Augen, die Männchen tragen einen dunklen Fleck an der Flügelspitze.
Ursache
Die aus Asien eingeschleppte Fliege hat sich in ganz Mitteleuropa ausgebreitet. Anders als heimische Essigfliegen kann das Weibchen mit seinem sägeartigen Legebohrer die Haut gesunder, gerade reifender Früchte aufritzen und dort Eier ablegen. Bevorzugt werden dunkle, weichschalige Früchte wie späte Kirschen, Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren und Holunder. Schattige, feuchte Lagen und gemäßigte Temperaturen begünstigen sie, große Hitze bremst die Vermehrung.
Was hilft – Schritt für Schritt
- 1Reife Früchte zügig und vollständig ernten, keine überreifen Früchte hängen lassen.
- 2Befallene und abgefallene Früchte einsammeln, in einem verschlossenen Beutel im Restmüll entsorgen und nicht kompostieren.
- 3Sträucher und kleine Bäume ab Beginn der Fruchtfärbung mit engmaschigen Insektenschutznetzen (Maschenweite unter 1 mm) vollständig einhüllen.
- 4Becherfallen mit einer Mischung aus Apfelessig, Wasser, etwas Rotwein und einem Tropfen Spülmittel aufhängen, um den Befall frühzeitig zu erkennen.
- 5Geerntete Früchte rasch kühl lagern, das bremst die Entwicklung von Eiern und Larven.
Vorbeugen
- Früh reifende Sorten bevorzugen, sie werden meist weniger stark befallen als späte.
- Netze rechtzeitig vor der Fruchtreife anbringen.
- Sträucher und Bäume licht halten und hohen Bewuchs darunter kurz halten, damit das Mikroklima trockener wird.
- Während der Erntezeit alle zwei bis drei Tage pflücken.
Hinweis: Pflanzenschutzmittel nur verwenden, wenn sie für den Haus- und Kleingarten zugelassen sind, und die Gebrauchsanweisung beachten.
