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Standort
Vollsonnig und warm; je nach Sorte 1 bis 3 Quadratmeter pro Pflanze
Boden
Humusreich, locker und sehr nährstoffreich; Starkzehrer
Gießen
Reichlich, besonders während der Fruchtbildung; an die Wurzeln, nicht über die Blätter
Aussaat
Ende April bis Mitte Mai im Haus, Direktsaat ab Mitte Mai
Pflanzzeit
Nach den Eisheiligen ab Mitte Mai
Blüte
Juni bis August
Ernte
September bis Oktober, vor dem ersten Frost
Winterhart
Nein, sehr frostempfindlich

Standort und Boden

Kürbisse gehören zu den größten Starkzehrern im Gemüsegarten. Sie brauchen einen vollsonnigen, warmen Platz und viel Raum: Rankende Sorten beanspruchen zwei bis drei Quadratmeter, buschig wachsende Sorten etwa einen Quadratmeter.

Der Boden sollte humusreich und locker sein. Arbeiten Sie im Frühjahr rund fünf Liter reifen Kompost pro Quadratmeter ein oder setzen Sie den Kürbis an den Rand des Komposthaufens. Gut verrotteter Mist, im Herbst ausgebracht, ist ebenfalls ideal.

Aussaat und Pflanzung

Von Ende April bis Mitte Mai werden zwei Samen pro Topf etwa 2 cm tief gesät. Bei 20 bis 25 °C keimen sie nach rund einer Woche, die schwächere Pflanze wird später entfernt.

Nach den Eisheiligen kommen die Jungpflanzen mit vier bis fünf Blättern ins Beet, ab Mitte Mai ist auch Direktsaat möglich. Pflanzabstand: rankende Sorten 1,5 bis 2 m, buschige Sorten etwa 1 m.

Pflege

Gießen Sie regelmäßig und durchdringend, vor allem wenn sich die Früchte bilden. Eine Mulchschicht aus Stroh hält den Boden feucht und schützt aufliegende Früchte vor Fäulnis. Ein Brett unter großen Kürbissen erfüllt denselben Zweck.

Wer große Früchte möchte, lässt pro Pflanze nur zwei bis vier Kürbisse wachsen und kappt die Ranken ab Ende Juli einige Blätter hinter dem letzten Fruchtansatz. Früchte aus späten Blüten reifen bis zum Herbst meist nicht mehr aus.

Ernte und Lagerung

Reif ist ein Kürbis, wenn der Stiel verholzt ist und Risse zeigt, die Schale hart ist und die Frucht beim Klopfen hohl klingt. Je nach Sorte ist das im September oder Oktober der Fall. Vor dem ersten Frost muss alles abgeerntet sein.

Schneiden Sie den Kürbis mit einem Stück Stiel ab, das schützt vor Fäulnis. Danach etwa zwei Wochen bei rund 20 °C nachreifen lassen, damit die Schale aushärtet. Gelagert wird trocken bei 10 bis 15 °C, so halten viele Sorten mehrere Monate.

Häufige Probleme

Echter Mehltau erscheint ab dem Spätsommer fast jedes Jahr als weißer Belag auf den Blättern. Tritt er erst spät auf, schadet er der Ernte kaum. Befallene Blätter entfernen und auf ausreichenden Pflanzabstand achten.

Jungpflanzen werden gern von Schnecken gefressen und brauchen in den ersten Wochen Schutz. Ganz wichtig: Schmeckt das Fruchtfleisch bitter, enthält es giftige Cucurbitacine und darf nicht gegessen werden. Kaufen Sie Saatgut für Speisekürbisse daher neu, denn aus eigenen Samen können durch Kreuzung mit Zierkürbissen bittere Früchte entstehen.

Häufige Fragen zu Kürbis

Wann ist ein Kürbis reif?

Ein reifer Kürbis hat einen verholzten, rissigen Stiel, eine harte Schale, in die sich kein Fingernagel mehr drücken lässt, und klingt beim Klopfen hohl. Die Farbe ist sortentypisch ausgeprägt. Meist ist das zwischen September und Mitte Oktober der Fall.

Wie lagert man Kürbisse richtig?

Nach der Ernte etwa zwei Wochen bei Zimmertemperatur nachreifen lassen, dann kühl, trocken und luftig bei 10 bis 15 °C lagern. Die Früchte sollten sich nicht berühren. In kalten, feuchten Kellern faulen Kürbisse schnell.

Warum fallen kleine Kürbisse ab?

Meist wurden die weiblichen Blüten nicht ausreichend bestäubt. Auch Trockenheit oder zu viele Früchte gleichzeitig führen dazu, dass die Pflanze Fruchtansätze abwirft. Bei Bedarf hilft Handbestäubung mit einem Pinsel.

Kann man Kürbis am Komposthaufen anbauen?

Ja, der Rand eines Komposthaufens ist ein idealer Platz, weil Kürbisse dort reichlich Nährstoffe und Feuchtigkeit finden. Achten Sie trotzdem auf genug Sonne und gießen Sie bei Trockenheit.