So erkennst du es
Auf der Blattoberseite, oft auch an Trieben und Knospen, bildet sich ein weißer, mehlartiger Belag, der sich abwischen lässt. Später wird der Belag grau bis bräunlich, die Blätter rollen sich ein, vertrocknen und fallen ab. Im Unterschied dazu sitzt Falscher Mehltau als grauvioletter Rasen auf der Blattunterseite und lässt sich nicht abwischen.
Ursache
Verschiedene Pilzarten, die jeweils auf bestimmte Pflanzen spezialisiert sind, verursachen die Krankheit. Echter Mehltau gilt als Schönwetterpilz: Er breitet sich bei warmen, trockenen Tagen und kühleren Nächten mit Tau aus und braucht keine nassen Blätter. Trockenstress, zu viel Stickstoff und ein enger, schlecht belüfteter Stand machen die Pflanzen anfälliger.
Was hilft – Schritt für Schritt
- 1Befallene Blätter und Triebspitzen frühzeitig entfernen und im Restmüll entsorgen.
- 2Eine Mischung aus Milch und Wasser im Verhältnis von etwa 1 zu 8 ansetzen und die Pflanzen bei beginnendem Befall alle paar Tage damit besprühen, auch die Blattunterseiten.
- 3Gleichmäßig gießen, damit die Pflanzen nicht unter Trockenstress geraten, aber nicht über die Blätter gießen.
- 4Bei Rosen und Obstgehölzen im Herbst befallenes Laub aufsammeln und beim Schnitt befallene Triebspitzen entfernen.
- 5Bei starkem Befall Präparate auf Basis von Netzschwefel verwenden, die für den Haus- und Kleingarten zugelassen sind. Schwefel nicht bei großer Hitze ausbringen.
Vorbeugen
- Widerstandsfähige Sorten wählen, etwa Rosen mit ADR-Prädikat oder mehltautolerante Gurken- und Zucchinisorten.
- Pflanzen luftig und mit genügend Abstand setzen.
- Zurückhaltend mit Stickstoff düngen.
- In Trockenperioden regelmäßig und durchdringend gießen, damit der Boden gleichmäßig feucht bleibt.
Hinweis: Pflanzenschutzmittel nur verwenden, wenn sie für den Haus- und Kleingarten zugelassen sind, und die Gebrauchsanweisung beachten.
