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Standort
Vollsonnig, warm und geschützt
Boden
Sehr durchlässig, mager bis mäßig nährstoffreich, gern kalkhaltig; keine Staunässe
Gießen
Sparsam; den Ballen aber auch im Winter nie ganz austrocknen lassen
Pflanzzeit
April bis Juni
Blüte
März bis Mai, teils erneut im Spätsommer
Ernte
Ganzjährig
Winterhart
Bedingt; robuste Sorten an geschütztem Platz bis etwa −15 °C, Kübel geschützt überwintern

Standort und Boden

Rosmarin stammt aus dem Mittelmeerraum und braucht einen vollsonnigen, warmen Platz, idealerweise geschützt vor einer Hauswand. Der Boden muss sehr gut durchlässig sein, denn nasse Füße verträgt er nicht. Mischen Sie schwere Gartenerde mit Sand oder feinem Kies.

Im Kübel eignet sich Kräutererde mit einem Anteil Sand oder Blähton und eine Drainageschicht am Topfboden. Gedüngt wird nur sparsam, eine kleine Gabe Kompost im Frühjahr genügt.

Pflanzen

Pflanzen Sie Rosmarin im Frühjahr ab April, damit er bis zum Winter gut einwurzelt. Im Beet beträgt der Abstand etwa 40 bis 50 cm. Sorten wie 'Arp' gelten als besonders frosthart und eignen sich in milden Lagen zum Auspflanzen.

In rauen Lagen ist ein Kübel, der im Winter geschützt werden kann, die sicherere Wahl. Wählen Sie einen Topf mit Abzugsloch und mindestens 30 cm Durchmesser.

Gießen und Schneiden

Gießen Sie Rosmarin sparsam, aber nicht zu wenig: Die Erde darf zwischen den Wassergaben antrocknen. Im Kübel ist Staunässe die häufigste Todesursache, ein völlig ausgetrockneter Ballen aber ebenso.

Geschnitten wird nach der Blüte im Frühjahr. Kürzen Sie die Triebe um etwa ein Drittel, schneiden Sie aber nicht ins alte, unbelaubte Holz, denn dort treibt Rosmarin kaum wieder aus. Regelmäßiges Ernten der Triebspitzen hält die Pflanze zusätzlich kompakt.

Überwintern

Ausgepflanzter Rosmarin braucht in den meisten Regionen einen Winterschutz aus Reisig oder Vlies. Gefährlicher als die Kälte selbst ist oft Wintersonne bei gefrorenem Boden, weil die Pflanze dann vertrocknet.

Kübelpflanzen überwintern am besten hell und kühl bei 5 bis 10 °C, etwa in einem kühlen Treppenhaus oder einem frostfreien Gewächshaus. Alternativ kann der Topf geschützt an der Hauswand bleiben, in Vlies gepackt und auf eine Holzplatte gestellt. Gießen Sie im Winter an frostfreien Tagen gelegentlich.

Häufige Probleme

Braune, vertrocknete Nadeln im Winter oder Frühjahr haben meist mit Wassermangel oder Staunässe zu tun, seltener mit Frost. Prüfen Sie zuerst die Feuchtigkeit des Wurzelballens.

Im Winterquartier treten bei trockener, warmer Luft Spinnmilben auf, bei feuchter, stehender Luft Echter Mehltau als weißer Belag. Ein kühler, heller und gut gelüfteter Platz beugt beidem vor.

Häufige Fragen zu Rosmarin

Ist Rosmarin winterhart?

Nur bedingt. Robuste Sorten überstehen an einem geschützten Platz mit durchlässigem Boden Fröste bis etwa −15 °C, brauchen aber einen Winterschutz. Kübelpflanzen überwintern sicherer hell und kühl bei 5 bis 10 °C.

Warum wird Rosmarin braun?

Häufigste Ursachen sind Staunässe oder ein ausgetrockneter Wurzelballen, besonders im Winterquartier. Auch Wintersonne bei gefrorenem Boden lässt die Nadeln vertrocknen. Prüfen Sie zuerst die Erde und passen Sie das Gießen an.

Wann schneidet man Rosmarin?

Am besten im Frühjahr nach der Blüte. Kürzen Sie die Triebe um etwa ein Drittel, schneiden Sie aber nicht ins alte, kahle Holz, da Rosmarin dort schlecht austreibt.