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Standort
Sonnig und luftig, nicht in Frostsenken
Boden
Tiefgründig, humos und nährstoffreich; keine Staunässe
Gießen
Junge Bäume bei Trockenheit wöchentlich durchdringend, ältere nur bei langer Dürre
Pflanzzeit
Ende Oktober bis November oder März bis April; Containerware fast ganzjährig
Blüte
April bis Mai
Ernte
August bis Oktober, je nach Sorte
Winterhart
Ja

Sorte und Unterlage

Wie groß ein Apfelbaum wird, bestimmt vor allem die Unterlage, auf die die Sorte veredelt ist. Schwach wachsende Unterlagen wie M9 ergeben kleine Spindelbäume von 2,5 bis 3 m Höhe, die früh tragen, aber dauerhaft einen Stützpfahl brauchen. Für Halb- und Hochstämme werden stark wachsende Unterlagen oder Sämlinge verwendet.

Die meisten Apfelsorten brauchen eine Befruchtersorte, die zur gleichen Zeit blüht. In Siedlungsgebieten übernehmen das oft Bäume aus der Nachbarschaft. Robuste, schorfresistente Sorten ersparen viel Arbeit.

Standort und Pflanzung

Apfelbäume brauchen einen sonnigen, luftigen Platz und einen tiefgründigen, humosen Boden. Meiden Sie Frostsenken, in denen Spätfröste die Blüten schädigen.

Die beste Pflanzzeit ist Ende Oktober bis November. Das Pflanzloch sollte doppelt so groß sein wie der Wurzelballen. Die Veredelungsstelle, erkennbar als Verdickung am Stamm, muss eine Handbreit über dem Boden bleiben. Schlagen Sie vor dem Pflanzen einen Pfahl ein und schützen Sie die Wurzeln in Gebieten mit Wühlmäusen mit einem Drahtkorb.

Schneiden

Der Hauptschnitt erfolgt im Spätwinter von Februar bis März an frostfreien Tagen. Entfernen Sie abgestorbene, kranke und nach innen wachsende Äste sowie Konkurrenztriebe zur Mitte. Steil nach oben wachsende Wasserschosse werden ebenfalls entfernt oder flach gebunden.

Ein Sommerschnitt ab Ende Juni bremst das Wachstum, lässt Licht in die Krone und verbessert die Fruchtfärbung. Junge Bäume brauchen in den ersten Jahren einen Erziehungsschnitt, der eine Mitte und drei bis vier Leitäste aufbaut.

Pflege und Düngen

Halten Sie die Baumscheibe in den ersten Jahren frei von Gras und mulchen Sie sie mit Kompost oder angetrocknetem Rasenschnitt. Junge Bäume brauchen bei Trockenheit wöchentlich 20 bis 30 Liter Wasser.

Im Frühjahr reichen zwei bis drei Liter Kompost pro Quadratmeter Baumscheibe. Nach dem natürlichen Junifruchtfall lohnt es sich, zu dicht hängende Früchte auf ein bis zwei pro Büschel auszudünnen. Das ergibt größere Äpfel und beugt dem Wechsel zwischen Voll- und Fehljahren vor.

Ernte und Lagerung

Sommeräpfel reifen ab August und sind nur kurz haltbar. Herbst- und Lagersorten werden im September und Oktober gepflückt. Pflückreif ist ein Apfel, wenn er sich mit einer leichten Drehung vom Zweig löst und die Kerne braun sind.

Lagern Sie nur unverletzte Früchte kühl und luftfeucht bei 2 bis 5 °C, etwa im Keller. Äpfel geben das Reifegas Ethylen ab und sollten getrennt von Gemüse und anderem Obst liegen.

Häufige Probleme

Der Apfelwickler ist für wurmstichige Äpfel verantwortlich. Wellpappegürtel am Stamm ab Ende Juni fangen die Raupen, Nistkästen fördern Meisen, und Fallobst sollte rasch aufgesammelt werden. Gegen die Mehlige Apfelblattlaus helfen Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegen.

Apfelschorf zeigt sich durch dunkle Flecken auf Blättern und Früchten. Luftige Kronen, das Entfernen des Falllaubs im Herbst und resistente Sorten beugen vor. Weißlich bepuderte Triebspitzen im Frühjahr sind Echter Mehltau und werden herausgeschnitten.

Häufige Fragen zu Apfelbaum

Wann schneidet man Apfelbäume?

Der Hauptschnitt erfolgt im Spätwinter zwischen Februar und März an frostfreien Tagen. Ein ergänzender Sommerschnitt ab Ende Juni bremst starkes Wachstum und bringt mehr Licht an die Früchte.

Warum trägt mein Apfelbaum nicht?

Häufige Gründe sind ein zu junger Baum, Spätfrost während der Blüte oder ein fehlender Befruchter in der Nähe. Auch zu starker Schnitt fördert Holz statt Blüten. Manche Sorten tragen nur jedes zweite Jahr reichlich, was sich durch Ausdünnen ausgleichen lässt.

Wie erkennt man, ob Äpfel reif sind?

Ein reifer Apfel löst sich mit einer leichten Drehung vom Zweig, die Kerne sind braun und die Grundfarbe der Schale hellt sich auf. Lagersorten erreichen ihre Genussreife oft erst einige Wochen nach der Ernte.

Was hilft gegen Würmer in Äpfeln?

Die Würmer sind meist Raupen des Apfelwicklers. Legen Sie ab Ende Juni Wellpappegürtel um den Stamm, kontrollieren Sie diese regelmäßig, sammeln Sie Fallobst auf und hängen Sie Nistkästen für Meisen auf. Im Fachhandel gibt es zudem biologische Mittel auf Basis von Granuloseviren.