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Standort
Sonnig, warm und windgeschützt; Salatgurken am sichersten im Gewächshaus
Boden
Humusreich, locker und warm, gut mit Kompost versorgt
Gießen
Reichlich und gleichmäßig mit abgestandenem Wasser, Blätter trocken halten
Aussaat
Ende April im Haus, Direktsaat ab Mitte Mai
Pflanzzeit
Nach den Eisheiligen ab Mitte Mai
Blüte
Juni bis September
Ernte
Juli bis September, im Gewächshaus ab Ende Juni
Winterhart
Nein, sehr frostempfindlich

Standort und Sorten

Gurken lieben Wärme, Sonne und Schutz vor Wind. Für das Freiland eignen sich robuste Einlege- und Freilandgurken, die auch kühlere Nächte vertragen. Lange Salat- und Schlangengurken bringen im Gewächshaus oder Folientunnel die sichersten Erträge.

Empfehlenswert sind mehltautolerante Sorten, die im Saatgutkatalog meist gekennzeichnet sind. Für das Gewächshaus wählt man am besten rein weiblich blühende Sorten, denn sie setzen auch ohne Bestäubung Früchte an.

Aussaat und Pflanzung

Vorgezogen wird ab Ende April im Haus: zwei bis drei Samen pro Topf, etwa 1 cm tief, bei 20 bis 25 °C. Länger als vier Wochen sollten die Jungpflanzen nicht im Topf stehen, da Gurken empfindlich auf gestörte Wurzeln reagieren.

Ausgepflanzt wird nach den Eisheiligen, wenn der Boden warm ist. Direkt ins Beet säen können Sie ab Mitte Mai. Der Abstand beträgt 40 bis 60 cm. Setzen Sie die Pflanzen nicht tiefer als im Topf, sonst droht Stängelfäule.

Rankhilfe und Pflege

An einem Rankgitter, einer Schnur oder einem Netz wachsen Gurken platzsparend nach oben, bleiben trockener und sind leichter zu ernten. Im Gewächshaus werden die Triebe an einer Schnur nach oben geleitet.

Bei Schlangengurken im Gewächshaus entfernt man Seitentriebe und Blüten in den Blattachseln bis etwa 60 cm Höhe. Das stärkt die Pflanze und fördert spätere Ernten. Freilandgurken dürfen ohne Schnitt ranken.

Gießen und Düngen

Gurken brauchen gleichmäßige Feuchtigkeit. Gießen Sie morgens mit abgestandenem, angewärmtem Wasser direkt an den Fuß der Pflanze. Trockenheit und Kälteschocks schwächen die Pflanzen und fördern Mehltau.

Vor dem Pflanzen drei bis vier Liter Kompost pro Quadratmeter einarbeiten. Ab Erntebeginn alle zwei Wochen mit verdünnter Brennnesseljauche oder organischem Gemüsedünger nachdüngen. Eine Mulchschicht hält den Boden feucht und warm.

Ernte

Einlegegurken werden mit 6 bis 12 cm Länge geerntet, Salatgurken, sobald sie ihre sortentypische Größe erreicht haben und noch gleichmäßig grün sind. Gelb werdende Gurken sind überreif.

Ernten Sie alle zwei bis drei Tage und schneiden Sie die Früchte mit einem Messer ab. Bleiben reife Gurken hängen, setzt die Pflanze kaum neue Früchte an.

Häufige Probleme

Ein weißer, abwischbarer Belag auf den Blättern ist Echter Mehltau, der vor allem im Spätsommer auftritt. Befallene Blätter entfernen und die Pflanzen vorbeugend mit verdünnter Milch (1 Teil Milch auf 8 Teile Wasser) besprühen. Wichtig sind auch ein luftiger Stand und tolerante Sorten.

Junge Pflanzen sind bei Schnecken sehr beliebt und brauchen in den ersten Wochen Schutz, etwa durch einen Schneckenzaun. Im Gewächshaus treten bei trockener Luft Spinnmilben auf, die sich durch höhere Luftfeuchtigkeit eindämmen lassen.

Häufige Fragen zu Gurke

Warum sind meine Gurken bitter?

Ältere Sorten bilden Bitterstoffe vor allem bei Stress durch Trockenheit, Kälte oder starke Temperaturschwankungen. Moderne Sorten sind meist bitterstofffrei gezüchtet. Bittere Gurken sollten nicht gegessen werden, weil die Bitterstoffe Magen-Darm-Beschwerden auslösen können.

Warum werden Gurkenblätter gelb?

Häufig sind Nährstoffmangel oder unregelmäßiges Gießen die Ursache, im Spätsommer auch das natürliche Altern. Gelbe Flecken mit weißem Belag deuten auf Mehltau hin. Bei hellen Sprenkeln und feinen Gespinsten an der Blattunterseite sind Spinnmilben am Werk.

Wann pflanzt man Gurken aus?

Gurken kommen nach den Eisheiligen ab Mitte Mai ins Freie, wenn Boden und Luft warm sind. Ins Gewächshaus können sie etwas früher, sofern die Nächte dort nicht mehr kalt werden.