- Standort
- Vollsonnig, sehr warm und windgeschützt; ideal im Gewächshaus, an einer Südwand oder im Kübel
- Boden
- Humos, locker und nährstoffreich, gleichmäßig feucht
- Gießen
- Gleichmäßig feucht halten, Staunässe vermeiden; im Kübel an heißen Tagen täglich
- Aussaat
- Mitte Februar bis Mitte März im Haus bei etwa 25 °C
- Pflanzzeit
- Nach den Eisheiligen, in kühlen Lagen Ende Mai
- Blüte
- Juni bis September
- Ernte
- Juli bis Oktober
- Winterhart
- Nein, Frost und längere Kälte unter 10 °C schaden der Pflanze
Standort und Boden
Paprika ist noch wärmebedürftiger als die Tomate. Am besten gedeiht sie im Gewächshaus, unter einem Foliendach oder im Kübel an einer sonnigen Hauswand. Im offenen Beet gelingt der Anbau vor allem in warmen Lagen und mit früh reifenden Sorten.
Der Boden sollte humos, locker und gut mit Nährstoffen versorgt sein. Arbeiten Sie vor dem Pflanzen reifen Kompost ein. Im Kübel braucht eine Pflanze mindestens 10 Liter Erde, besser 15 bis 20 Liter.
Aussaat und Anzucht
Paprika keimt langsam und braucht eine lange Vorkultur. Säen Sie von Mitte Februar bis Mitte März etwa 0,5 cm tief in Anzuchterde. Bei 25 °C keimen die Samen nach ein bis drei Wochen, unter 20 °C nur sehr zögerlich.
Nach dem Erscheinen der ersten echten Blätter werden die Sämlinge in einzelne Töpfe pikiert. Ein möglichst heller Platz ist entscheidend, eine Pflanzenlampe hilft bei einer dunklen Fensterbank. Die Temperatur sollte auch nachts nicht dauerhaft unter 16 °C fallen.
Auspflanzen und Pflege
Ausgepflanzt wird nach den Eisheiligen, in kühlen Lagen erst Ende Mai. Der Pflanzabstand beträgt 40 bis 50 cm. Ein Stab gibt Halt, denn die Triebe brechen unter der Last der Früchte leicht.
Viele Gärtner brechen die erste Blüte in der Verzweigung des Haupttriebs aus, die sogenannte Königsblüte. Die Pflanze verzweigt sich danach besser und trägt insgesamt mehr. Ausgegeizt wird Paprika nicht.
Gießen und Düngen
Paprika mag gleichmäßig feuchte Erde, verträgt aber keine Staunässe. Gießen Sie mit abgestandenem, nicht zu kaltem Wasser direkt an die Wurzeln. Eine Mulchschicht verhindert, dass der Boden austrocknet.
Ab der Blüte alle zwei Wochen organisch düngen, etwa mit Tomatendünger oder verdünnter Brennnesseljauche. Zu viel Stickstoff fördert Blätter statt Früchte, daher lieber sparsam und regelmäßig düngen.
Ernte
Paprika kann grün geerntet werden, sobald die Schoten ihre volle Größe erreicht haben, meist ab Juli. Voll ausgereift in Rot, Gelb oder Orange schmeckt sie deutlich süßer und enthält mehr Vitamin C, das Ausreifen dauert aber einige Wochen länger.
Schneiden Sie die Früchte mit Messer oder Schere ab, statt sie abzureißen, damit die Triebe nicht brechen. Werden die ersten Früchte früh geerntet, setzt die Pflanze oft weitere an.
Häufige Probleme
Fallen Blüten ohne Fruchtansatz ab, ist es meist zu kalt, zu heiß oder zu trocken. Bei großer Hitze über 30 °C und bei kühlen Nächten setzt Paprika schlecht an. Im Gewächshaus hilft regelmäßiges Lüften.
Blattläuse sitzen gern an den Triebspitzen und lassen sich mit einem kräftigen Wasserstrahl abspülen. Bei trockener Luft im Gewächshaus treten Spinnmilben auf, erkennbar an feinen hellen Sprenkeln auf den Blättern. Junge Pflanzen im Freien müssen vor Schnecken geschützt werden.
Häufige Fragen zu Paprika
Wann Paprika aussäen?
Paprika wird von Mitte Februar bis Mitte März im Haus ausgesät, weil sie eine lange Entwicklungszeit hat. Für die Keimung braucht sie etwa 25 °C. Spätere Aussaaten bringen in Mitteleuropa oft nur eine kleine Ernte.
Warum wird meine Paprika nicht rot?
Das Ausreifen zur roten Farbe dauert nach dem Erreichen der vollen Größe noch mehrere Wochen und braucht viel Wärme. In kühlen Sommern reifen späte Früchte im Freien oft nicht mehr aus. Grüne Paprika ist trotzdem essbar, nur weniger süß.
Kann man Paprika überwintern?
Ja, Paprika ist eigentlich mehrjährig. Schneiden Sie die Pflanze im Herbst kräftig zurück und stellen Sie sie hell und kühl bei 10 bis 15 °C auf, mit nur wenig Wasser. Im Frühjahr treibt sie neu aus und trägt oft früher als eine junge Pflanze.
Warum wirft Paprika die Blüten ab?
Meist liegt es an großer Hitze, Kälte oder Trockenheit. Auch ein starker Fruchtbehang führt dazu, dass die Pflanze neue Blüten abwirft. Gleichmäßiges Gießen und ein luftiger, warmer Standort helfen.
