- Standort
- Vollsonnig, warm und regengeschützt, ideal unter einem Tomatendach oder im Gewächshaus
- Boden
- Tiefgründig, humos und nährstoffreich; Starkzehrer
- Gießen
- Regelmäßig und gleichmäßig direkt an die Wurzeln, Blätter trocken halten
- Aussaat
- Mitte März bis Anfang April auf der Fensterbank bei 20–25 °C
- Pflanzzeit
- Nach den Eisheiligen ab Mitte Mai
- Blüte
- Juni bis September
- Ernte
- Juli bis Oktober
- Winterhart
- Nein, wird einjährig kultiviert; Frost tötet die Pflanze
Standort und Boden
Tomaten brauchen so viel Sonne wie möglich, mindestens sechs bis acht Stunden direktes Licht am Tag. Ebenso wichtig ist ein Regenschutz: Ein Dachvorsprung an der Südseite, ein einfaches Tomatendach oder ein Foliengewächshaus halten die Blätter trocken und senken das Risiko für Kraut- und Braunfäule deutlich.
Der Boden sollte locker, tiefgründig und humusreich sein. Arbeiten Sie vor dem Pflanzen drei bis fünf Liter reifen Kompost pro Quadratmeter ein. Tomaten gelten als selbstverträglich und können mehrere Jahre am selben Platz stehen, wenn der Boden jedes Jahr frischen Kompost bekommt.
Aussaat und Anzucht
Ausgesät wird von Mitte März bis Anfang April auf einer hellen Fensterbank. Die Samen etwa 0,5 cm tief in Anzuchterde legen und bei 20 bis 25 °C feucht halten, nach acht bis zwölf Tagen keimen sie. Früher zu säen bringt wenig, weil die Sämlinge bei Lichtmangel lang und dünn werden.
Sobald sich das erste echte Blattpaar zeigt, werden die Sämlinge einzeln in Töpfe mit 8 bis 10 cm Durchmesser pikiert. Setzen Sie sie dabei tiefer als zuvor, bis knapp unter die Keimblätter. Danach etwas kühler bei 16 bis 18 °C weiterziehen, das macht die Pflanzen kompakt und kräftig.
Auspflanzen
Ins Freie dürfen Tomaten erst nach den Eisheiligen Mitte Mai, wenn keine Nachtfröste mehr drohen. Härten Sie die Jungpflanzen vorher etwa eine Woche lang ab, indem Sie sie tagsüber ins Freie stellen.
Pflanzen Sie tief: Der Stängel bildet im Boden zusätzliche Wurzeln, die Pflanze steht dadurch stabiler und versorgt sich besser. Der Abstand in der Reihe beträgt 50 bis 60 cm, zwischen den Reihen etwa 80 cm. Stabtomaten brauchen gleich beim Pflanzen eine Spiralstange oder eine Schnur als Stütze.
Gießen, Düngen und Ausgeizen
Gießen Sie morgens und direkt in den Wurzelbereich, nie über die Blätter. Gleichmäßige Feuchtigkeit ist wichtig, denn starke Schwankungen lassen Früchte aufplatzen und begünstigen die Blütenendfäule. Eine Mulchschicht aus angetrocknetem Rasenschnitt oder Stroh hält den Boden feucht.
Als Starkzehrer bekommen Tomaten ab der ersten Blüte alle zwei Wochen organischen Tomatendünger oder verdünnte Brennnesseljauche (1:10). Bei Stabtomaten werden die Seitentriebe in den Blattachseln, die Geiztriebe, einmal pro Woche ausgebrochen, solange sie noch klein sind. Busch- und Wildtomaten werden nicht ausgegeizt.
Ernte
Reife Tomaten sind rundum ausgefärbt und geben bei leichtem Druck etwas nach. Je nach Sorte beginnt die Ernte im Juli und dauert bis zum ersten Frost.
Ab Anfang September lohnt es sich, die Triebspitzen zu kappen und neue Blüten zu entfernen, damit die Kraft in die vorhandenen Früchte geht. Grüne Tomaten vor dem ersten Frost ernten und bei Zimmertemperatur nachreifen lassen. Im Kühlschrank verlieren Tomaten ihr Aroma.
Häufige Probleme
Die Kraut- und Braunfäule ist die häufigste Tomatenkrankheit. Sie zeigt sich durch braune Flecken auf Blättern, Stängeln und Früchten, vor allem bei nassem Wetter. Vorbeugen lässt sich mit Regenschutz, luftigem Stand und dem Entfernen der unteren Blätter bis etwa 30 cm Höhe. Befallene Pflanzenteile sofort abschneiden und im Restmüll entsorgen.
Schwarze, eingesunkene Stellen an der Fruchtunterseite deuten auf Blütenendfäule hin. Sie entsteht durch Kalziummangel in der Frucht, meist als Folge von unregelmäßigem Gießen. Gelbe untere Blätter sind dagegen oft nur das natürliche Altern der ältesten Blätter oder ein leichter Stickstoffmangel.
Häufige Fragen zu Tomate
Warum bekommen Tomaten gelbe Blätter?
Vergilben nur die untersten Blätter, ist das meist natürliches Altern oder ein leichter Stickstoffmangel, der sich mit Kompost oder Brennnesseljauche ausgleichen lässt. Gelbe Blätter mit braunen Flecken, die sich schnell ausbreiten, deuten dagegen auf Kraut- und Braunfäule hin. Auch Staunässe und Trockenstress führen zu gelben Blättern.
Wann darf man Tomaten ins Freie pflanzen?
Nach den Eisheiligen Mitte Mai, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Vorher sollten die Jungpflanzen etwa eine Woche lang abgehärtet werden. In rauen Lagen wartet man besser bis Ende Mai.
Muss man Tomaten ausgeizen?
Stabtomaten sollten ausgegeizt werden, damit sie nicht zu einem dichten Busch werden und ihre Kraft in die Früchte stecken. Die Geiztriebe in den Blattachseln einfach mit den Fingern ausbrechen, solange sie wenige Zentimeter lang sind. Busch- und Wildtomaten wachsen dagegen ungeschnitten.
Warum platzen Tomaten auf?
Aufgeplatzte Früchte entstehen meist, wenn nach einer Trockenphase plötzlich viel Wasser kommt, etwa durch starken Regen. Die Frucht wächst dann schneller als ihre Haut. Gleichmäßiges Gießen und eine Mulchschicht beugen vor.
