- Standort
- Sonnig bis halbschattig, luftig
- Boden
- Humos, locker, leicht sauer und gut durchlässig; keine Staunässe
- Gießen
- Gleichmäßig feucht, besonders während der Fruchtbildung; Mulchen hilft
- Pflanzzeit
- Oktober bis November oder März bis April; Containerware fast ganzjährig
- Blüte
- Mai bis Juni, Herbsthimbeeren ab Juli
- Ernte
- Sommerhimbeeren Juni bis Juli, Herbsthimbeeren August bis Oktober
- Winterhart
- Ja
Sommer- oder Herbsthimbeeren
Sommerhimbeeren tragen an den Ruten, die im Vorjahr gewachsen sind, und werden im Juni und Juli geerntet. Herbsthimbeeren fruchten bereits an den diesjährigen Ruten, von August bis zum Frost. Sie sind pflegeleichter und werden seltener von Rutenkrankheiten und dem Himbeerkäfer befallen.
Wer lange ernten möchte, pflanzt beide Typen. Für kleine Gärten sind Herbsthimbeeren oft die bessere Wahl, weil der Schnitt sehr einfach ist.
Standort und Pflanzen
Himbeeren stammen vom Waldrand und lieben einen humosen, lockeren, leicht sauren Boden. Staunässe vertragen sie nicht, die Wurzeln faulen dann schnell. Auf schweren Böden pflanzt man sie auf einen 20 bis 30 cm hohen Damm aus Kompost und Erde.
Gepflanzt wird im Oktober und November oder von März bis April. Setzen Sie die Pflanzen flach, mit 40 bis 50 cm Abstand in der Reihe und 1,5 bis 2 m zwischen den Reihen. Ein einfaches Drahtgerüst gibt den Ruten Halt, eine Wurzelsperre verhindert, dass sich Ausläufer im Garten ausbreiten.
Pflege und Düngen
Himbeeren wurzeln flach. Hacken Sie deshalb nicht im Wurzelbereich, sondern mulchen Sie lieber mit Laub, Rasenschnitt oder Rindenhumus. Das hält den Boden feucht und locker. Bei Trockenheit während der Fruchtbildung durchdringend gießen.
Im Frühjahr reicht eine Gabe Kompost oder organischer Beerendünger. Himbeeren sind kalkempfindlich: Auf kalkreichen Böden werden die Blätter leicht gelb, dann helfen Laubkompost und saurer Rindenhumus.
Schneiden
Bei Sommerhimbeeren werden die abgetragenen Ruten direkt nach der Ernte bodennah abgeschnitten. Von den jungen Ruten lässt man pro laufendem Meter acht bis zehn kräftige stehen, sie tragen im nächsten Jahr.
Herbsthimbeeren werden nach der Ernte im Spätherbst oder im Februar komplett bodennah abgeschnitten. Im Frühjahr treiben neue Ruten aus, die noch im selben Jahr fruchten.
Ernte
Reife Himbeeren lösen sich leicht vom Zapfen. Pflücken Sie alle zwei bis drei Tage, am besten bei trockenem Wetter, und sammeln Sie die druckempfindlichen Früchte in flachen Schalen.
Frisch halten sich Himbeeren nur ein bis zwei Tage im Kühlschrank. Überschüsse lassen sich gut einfrieren oder zu Marmelade verarbeiten.
Häufige Probleme
Die Kirschessigfliege befällt vor allem Herbsthimbeeren. Ernten Sie häufig und vollständig, entfernen Sie befallene Früchte und spannen Sie bei starkem Befall ein engmaschiges Netz. Madige Früchte im Frühsommer stammen meist vom Himbeerkäfer.
Grauschimmel tritt in nassen Sommern auf, ein luftiger Stand und ausgelichtete Ruten helfen. Gelbe Blätter mit grünen Adern weisen auf eine Chlorose durch zu kalkhaltigen Boden hin.
Häufige Fragen zu Himbeere
Wann schneidet man Himbeeren?
Sommerhimbeeren schneidet man direkt nach der Ernte und entfernt dabei nur die abgetragenen Ruten bodennah. Herbsthimbeeren werden nach der Ernte im Spätherbst oder im Februar komplett bodennah abgeschnitten.
Warum sind meine Himbeeren madig?
Kleine Larven in Sommerhimbeeren stammen meist vom Himbeerkäfer, im Spätsommer und Herbst häufig von der Kirschessigfliege. Regelmäßiges, vollständiges Ernten und das Entfernen befallener Früchte sind die wichtigsten Gegenmaßnahmen.
Warum bekommen Himbeeren gelbe Blätter?
Häufig steckt ein zu kalkhaltiger Boden dahinter, der eine Chlorose auslöst. Auch Staunässe und geschädigte Wurzeln führen zu gelben Blättern. Mulchen mit Laub oder Rindenhumus und ein durchlässiger Boden helfen.
