So erkennst du es
Die Blätter werden hellgrün bis gelb, während die Blattadern deutlich grün bleiben, sodass ein netzartiges Muster entsteht. Bei Eisenmangel sind zuerst die jungen Blätter an den Triebspitzen betroffen, bei Magnesiummangel eher die älteren, unteren Blätter. Bei starkem Mangel werden die Blätter fast weißlich, bekommen braune Ränder und die Pflanze wächst schwach.
Ursache
Meist fehlt Eisen nicht im Boden, die Pflanze kann es aber nicht aufnehmen. Häufigster Grund ist ein zu hoher pH-Wert durch kalkhaltigen Boden oder kalkhaltiges Gießwasser, besonders bei Pflanzen, die sauren Boden brauchen. Auch Staunässe, verdichteter oder kalter Boden und geschädigte Wurzeln behindern die Nährstoffaufnahme.
Was hilft – Schritt für Schritt
- 1Den pH-Wert des Bodens mit einem Bodentest aus dem Fachhandel messen; Heidelbeeren und andere Moorbeetpflanzen brauchen sauren Boden mit einem pH-Wert von etwa 4 bis 5,5.
- 2Kalkempfindliche Pflanzen mit Regenwasser statt mit hartem Leitungswasser gießen.
- 3Als schnelle Hilfe einen Eisendünger (Eisenchelat) nach Packungsangabe über den Boden oder als Blattdüngung geben.
- 4Den pH-Wert langfristig mit Rindenhumus, Nadelstreu oder Schwefelpräparaten aus dem Fachhandel senken.
- 5Staunässe beseitigen: Boden lockern, bei Töpfen auf ein freies Abzugsloch und eine Drainageschicht achten.
- 6Bei Vergilbung älterer Blätter mit grünen Adern Bittersalz (Magnesiumsulfat) nach Packungsangabe düngen.
Vorbeugen
- Moorbeetpflanzen wie Heidelbeeren von Anfang an in saure Erde pflanzen und nicht kalken.
- Kübelpflanzen und kalkempfindliche Arten vorwiegend mit Regenwasser gießen.
- Ausgewogen düngen und für Moorbeetpflanzen passenden Spezialdünger verwenden.
- Staunässe vermeiden und Topfpflanzen regelmäßig in frische Erde umtopfen.
Hinweis: Pflanzenschutzmittel nur verwenden, wenn sie für den Haus- und Kleingarten zugelassen sind, und die Gebrauchsanweisung beachten.
